Fundstück der Woche: „Sunspring“

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Fundstück der Woche: „Sunspring“

Was passiert, wenn man eine Künstliche Intelligenz mit Drehbüchern dutzender SciFi- und Actionfilmen aus den 80er und 90er Jahren füttert?

Heraus kommt ein 9-minütiger Film mit dem Titel „Sunspring“, in den Hauptrollen drei Protagonisten mit den Namen H, H2 und C. Drehbuchautor „Benjamin“ schuf ein Werk, das es beim Filmfestival Sci-Fi-London immerhin unter die Top 10 aller Beiträge geschafft hat. Hinter dem Autor (der im Übrigen zu Anfang noch Jetson hieß und sich selber im Verlauf des Schreibens umbenannt hat) stehen Filmemacher Oscar Sharp und KI-Forscher Ross Goodwin von der New York University.

„Sunspring“ basiert auf Drehbüchern wie Alien, Matrix oder Spiderman und spielt in einer fernen Zukunft oder in einem Raumschiff. Vielleicht auch in einem Büro. So genau kann man das eigentlich nicht erkennen, denn der Plot bleibt bis zum Schluss leicht mysteriös.

Die Geschichte spielt in einer Welt voller Massenarbeitslosigkeit, in der junge Menschen dazu gezwungen sind, ihr Blut zu verkaufen, auf Tischen zu stehen und manchmal Augäpfel ausspucken.

Eine verworrene Liebesgeschichte zwischen H, H2 und C meint man zwischen tiefgreifenden Zeilen wie „Nothing is going to be a thing. But I´m the one who got on this rock with a child.” auch erkennen zu können. Seinen Charme erhält “Sunspring” durch die drei Schauspieler, die Benjamins Regieanweisung wie „He is standing in the stars and sitting on the floor.“ mit einer Ernsthaftigkeit umsetzen, als handele es sich um ein Drehbuch eines Francis Ford Coppola oder Quentin Tarantino. Mehr als eine Million Mal wurde „Sunspring“ bei Youtube bereits angeklickt, ein zweiter Teil mit David Hasselhoff in der Hauptrolle ist bereits abgedreht.

„Sunspring“ ist surreales Meisterwerk voller grammatikalisch fragwürdiger Dialoge, aber liebevoll umgesetzt und unfreiwillig komisch durch Textzeilen wie: „It may never be forgiven, but that is just too bad.“ Wer trashige Science-Fiction-Filme mag und neun Minuten Zeit hat, dem ist dieser Kurzfilm unbedingt zu empfehlen!

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