KI-Strategie-Schwächen, Haftungsfragen und der PostBot2.0 – Presseschau 18/47

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KI-Strategie-Schwächen, Haftungsfragen und der PostBot2.0 – Presseschau 18/47

Die Themen diese Woche: Die Schwächen der neuen KI-Kabinettsstrategie, wie deutsche Automobilhersteller beim autonomen Fahren hinterherhinken, wer für Unfälle von Roboterautos haftet und wie die Post ihre Zusteller entlasten will.

Die große Unwissenheit

Gleich zu Beginn mal einer der Gründe, warum wir MESCHMASCH überhaupt betreiben: Mehr als die Hälfte (53 Prozent) der Deutschen weiß nur ungefähr, was mit KI gemeint ist, schreibt Susanne Preuß auf faz.net. Sollten Sie jemanden kennen der dazu gehört, Antworten auf die wichtigsten Fragen gibt es auch auf MESCHMASCH in unserem KI-FAQ!

Der große Wurf?

Ob die KI-Strategie der Bundesregierung mehr Licht ins Dunkel bringt, ist fraglich. Diese zeige nämlich auch Schwächen auf, meint Alexander Armbruster auf faz.net. 100 neue Professuren zu besetzen beispielsweise sei schließlich kein Pappenstiel, meinen Experten. Auch Kathrin Zinkant hat sich auf sueddeutsche.de die Investitionspläne des Kabinetts genauer angeschaut – und vermisst „das wichtigste Feld: Maschinenlernen, das für die Biomedizin unverzichtbar ist.“

„Die größte Innovation“

Nichtsdestotrotz ist sind KI, Robotik und Automatisierung „die größte Innovation seit Erfindung der Dampfmaschine“, findet zumindest Wirtschaftsminister Peter Altmaier und meint damit auch autonomes Fahren. Da sind die großen deutschen Automobilhersteller noch hinterher: Aber „das Spiel ist noch nicht verloren“, sagt Volkswagen-Chef Herbert Diess. Ohne staatliche Regulierung gehe es aber nicht, zitiert dw.com Diess und Daimler-Chef Zetsche.

Die große Frage

Apropos Dampfwagen: Den ersten baute Nicholas Cugnot und stellte ihn 1769 in Paris vor. Cugnot hatte jedoch nicht alles bedacht: Sein Fardier fuhr bei einer Präsentation vor hochrangigen Militärs gegen eine Mauer, weil sein Konstrukteur keine Bremsen eingebaut hatte. Haftungsfragen bei Unfällen hatten für Cugnot vermutlich nicht höchste Priorität, da sind wir mittlerweile glücklicherweise weiter. Weil Autos bereits selbstständig fahren können und die Fahrer im öffentlichen Straßenverkehr entlasten – wenn nicht gar ersetzen – sollen, stellt sich natürlich die Haftungsfrage. Erhält das Auto eine elektronische Persönlichkeit, die sich versichern (lassen) kann? Oder haftet doch der Halter? Nikolaus Doll diskutiert genau diese Fragen auf welt.de.

… und Roboter als Antwort?

Entlastung und Ersatz sollen auch Roboter in einer Fabrik in Belgien bringen. Der Schweizer Industriekonzern Dätwyler will dort mit einer fast vollautomatisierten Fabrik auch die Reinheit der Pharmaprodukte sicherstellen, schreibt Dominik Feldges auf nzz.ch.

Belastbarer als Menschen ist auch der neue Kollege Briefträger: Den Zustellroboter „PostBot 2.0“ hat die Deutsche Post bereits erfolgreich vor einem Jahr in Bad Hersfeld getestet. Einsatz finden soll er jetzt aber erst einmal in Japan, berichtet n-tv.de. Vielleicht liegt das daran, dass die Deutschen Roboter-Einsätzen skeptisch gegenüberstehen? Die Japaner jedenfalls haben ein ganz anderes Verhältnis zu den automatisierten Gesellen, stellt Felix Lill auf fr.de fest.

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