„Wir brauchen eine Art Airbus für die KI“ – Presseschau 18/49

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„Wir brauchen eine Art Airbus für die KI“ – Presseschau 18/49

Diese Woche stand ganz im Zeichen des Digitalgipfels in Nürnberg, den die Presse ganz unterschiedlich bewertet. Außerdem schreiben die Medien über einen Avatar, der die EU-Grenzen effizienter sichern soll, Skepsis bei Robotern in der Pflege und europäische Wettbewerbsvorteile im Bereich KI.

Digitalgipfel der Bundesregierung in Nürnberg

Vom 3. bis 4. Dezember richtete das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie den 12. Digitalgipfel aus, ein Kongress, der den IT-Standort Deutschland stärken soll. Schwerpunkt war dieses Jahr – wer hätte es gedacht? – Künstliche Intelligenz: Über Frust bei den Unternehmen berichtet handelsblatt.com („Hier weht ein Hauch von CEBIT“),  welt.de zitiert Wirtschaftsminister Peter Altmaier, der sich ein europäisches Gemeinschaftsprojekt wünscht („Wir brauchen eine Art Airbus für die KI“), gleichzeitig kommen auf welt.de Experten zu Wort, denen zufolge die KI-Strategie der Regierung zu kurz greife („Wir sollten eher in Milliarden und nicht in Millionen denken“). Auch tagesspiegel.de zufolge seien viele Fragen zur Umsetzung der Strategie nach wie vor unbeantwortet.

KI als europäische Erfolgsgeschichte?

Peter Buxmann, Professor für Wirtschaftsinformatik an der TU Darmstadt (und Mitherausgeber der frisch erschienen Sammelstudie Künstliche Intelligenz. Mit Algorithmen zum wirtschaftlichen Erfolg, Springer Gabler), schlägt auf sueddeutsche.de vor, die Erfolgsgeschichte von Fair-Trade-Produkten auf KI zu übertragen und einen besonderen Fokus auf Fairness, Transparenz und Privatsphäre zu legen – was der europäischen Wirtschaft einen Wettbewerbsvorteil gegenüber China und den USA brächte. In China beispielsweise „sammeln und verschränken Staat und Wirtschaft hemmungslos Daten“, schreibt Felix Lee auf taz.de.

Pflegenotstand und effizientere Grenzkontrollen?

Der Pflegenotstand lässt sich gut beziffern, aber können Roboter die 30.000 offenen Stellen im Land ersetzen? Über Skepsis bei einem Aufeinandertreffen von Mensch und Maschine berichtet Arne Bensiek auf tagesspiegel.de. Mit etwas mehr als Skepsis beleuchtet taz.de den KI-Einsatz der EU an ihren Grenzen: Dort soll ein Avatar des Projekts iBorderCtrl wie eine Art Lügendetektor fungieren und Grenzkontrollen effizienter machen.

Deutlich ausgewogenere Kritik an KI, der öffentlichen Diskussion darüber und was es an politischen Schritten bräuchte, liefert Helmut Martin-Jung in einem Essay auf sueddeutsche.de.

 

Mit dieser Presseschau muss sich die MESCHMASCH-Redaktion in den digitalen Winterschlaf begeben. Uns kann derzeit leider (noch) kein Bot ersetzen, wir melden uns aber in alter Frische zu Beginn des neuen Jahres wieder. Und an dieser Stelle möchten wir auch allen Leserinnen und Lesern für das anhaltende Interesse bedanken. In diesem Sinne ein frohes Weihnachtsfest, schöne Feiertage und kommen Sie gut in das neue Jahr!

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